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ARGANÖL
das flüssige Gold Marokkos


MEDIZIN & ERNÄHRUNG

TARGANIT-Arganstil

TARGANIT-Arganinfo
 

Weltweit einzigartig wächst der Arganbaum auf ca.820.000 ha im Gebiet des Souss in Südwestmarokko.Dieser dornige Baum, lateinischer Name "argania spinoza",wird bis zu 10 Meter hoch.Seine Krone kann einen Durchmesser von 15 Metern erreichen. Auf der Suche nach Wasser bohren sich seine Wurzeln bis zu 30 tief in den sandigen Boden.Der Arganbaum gehört wie Guarana und Lichi zu den Seifenbaumgewächsen.

TARGANIT-Arganbaum-Vollansicht

Bereits seit 1925 gibt es ein heute noch gültiges königliches Dekret "Dahir", welches die Nutzung der Arganhaine regelt.Diese sind nominel im staatlichen, also königlichen Besitz.
Unter Mithilfe der GTZ hat die UNESCO das Arganiengebiet 1998 zum Biospären-Reservat erklärt.

Durch Abholzung zur Verwendung als Feuer- und Bauholz ist das Vorkommen des Arganbaumes seit Anfang des 20.Jhd.um die Hälfte geschrumpft.
Heute sorgt der steigende Preis des aus den Mandeln der Arganfrüchte gewonnenen Öles bei den lokalen Berberstämmen für mehr Respekt für ihren "Baum des Lebens".
So ist das Abholzen unter Strafe gestellt und wird durch die Forstbehörde verfolgt.

TARGANIT-Argan-Ausbreitung

Schon den Phöniziern war das aus den Arganmandeln gewonnene Öl bekannt.
Im Jahre 1219 bereiste der berümte ägyptische Arzt und Naturheilkundler
Ibn Al Baytar Marokko und verfasste einen wissenschaftlichen Bericht über
die Herstellung und die Heilwirkungen des Arganöls.
Den Berberstämmen des Souss dient es seit jeher zur Behandlung von
Rheuma-und Hauterkrankungen, zur Schönheitspgflege der Haut und Haare,
sowie als Speiseöl.
Es hat bei ihnen eine mystisch verklärte Bedeutung.

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TARGANIT-Arganhain

Inspiriert durch den Einfluss des Arganöls auf die Bevölkerung des Souss forscht die marokkanische Wissenschaftlerin, Frau Prof.Dr.Charrouf von der Universität Rabat schon seit den 80 ziger Jahren am Arganöl.Initialisiert durch die GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) und unter der Leitung des Deutschen Frank Hayer entstand 1998 die erste Frauenkooperative.

Später nahm sich Frau Charrouf dem Projekt an.Es entstanden weitere Frauenkooperativen.Diese haben das Ziel die Arganhaine zu schützen und der ruralen femininen Bevölkerung eigene Einnahmequellen aus der Herstellung und dem Verkauf von Arganöl zu erschliessen.Die Einnahmen fliessen u.a.in die Initialisierung von Bildungsmassnahmen für die fast ausschliesslich analphabetischen Berberfrauen. Nicht zuletzt basierend auf den Erkenntnissen von Frau Charrouf sprechen heute internationale Pharmazeuten den Substanzen
der Arganie eine hohe Wirksamkeit gegen Hautkrankheiten, Rheuma,
Herzleiden und sogar Krebs zu.

TARGANIT-Arganbaum-Detailansicht

Die Früchte der Arganie sehen aus wie gelbe Pflaumen.Ihr Fruchtfleisch ist bitter und für den Menschen ungeniessbar.Von Anfang Juni bis in den September hinein wirft der Baum seine Früchte ab.Dies hängt ab von der Lage der Arganhaine, die bis in eine Höhe von über 1000 m gedeihen. Zu dieser Zeit sammeln die Berberfrauen die Arganfrüchte auf und transportieren diese aus den zum Teil abgelegenden und sehr steilen Berggegenden mit Eseln zu ihren Häusern.In der Nähe von Ansiedlungen fressen auch die Ziegen die abgefallenden Früchte, oder klettern in die Wipfel der Bäume um die vollreifen Arganfrüchte abzufressen. In diesem Falle werden die Ziegen nach dem Futtern zusammengetrieben und aus dem Kot werden dann die fruchtfleischlosen Argannüsse aufgesammelt. Im Gegensatz zum Olivenbaum, können die Arganbäume nicht maschinell "abgeschüttelt" werden;die Zweige tragen sehr harte und spitzen Dornen und würden die Arbeiter verletzen.
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TARGANIT-Argan-Ziegen

 
Der Arganbaum ist die einzige Spezie, die bis zu 4 verschiedene Generationen von Früchten gleichzeitig trägt.Das liegt u.a.daran, dass der Baum nur Blätter und später Blüten und Früchte trägt, wenn es geregnet hat.Dann treibt er innerhalb weniger Tage neue Blätter aus.Bedingt ist das durch das weitverzweigte Wurzelwerk und die meist bergigen Lagen.Nur da wo er Wasser bekommt, wächst er auch! Der Arganbaum kann jedes Jahr Früchte tragen;oft jedoch passiert das wegen der Trockenheit nur alle 2 Jahre.Die Lebenserwartung der Arganie beträgt 150-250 Jahre, aber es wurden auch schon 400 Jahre alte Exemplare entdeckt.Leider ist sein Fortpflanzungsverhalten sehr beschränkt, was dem Aufforsten entgegen steht.Zur Zeit laufen in mehreren Gegenden Marokkos Forschungsprogramme der Regierung zu diesem Thema.Der Versuch israelischer Wissenschaftler in der Wüste Megev Arganbäume zu züchten, ist gescheitert.
 
TARGANIT-Argan-Methusalem
Ein "Argan-Methusalem" aus dem Vallé de Sidi Ahmed o Moussa.
Dort sagt man, der Baum sei über 1000 Jahre alt!
Eine traurige Berühmtheit, denn unter seinen in früherer Zeit riesigen schattenspendenen Zweigen wurden einst Sklaven verkauft!

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TARGANIT-Argan-Agdal
 
Ein mittlerer Arganbaum wirft pro Saison "Agdal" etwa 30 kg Argan-früchte "Afiasch", ab.Bezogen auf das Rohgewicht entspricht dies in etwa 20 kg Argannüsse und ebenso ca.0.7 Liter Arganöl nach Weiterverarbeitung. Diese Mengenangaben basieren auf unseren durch jahrelange Feldforschung gewonnenen Erkenntnissen.Diese haben wir im Rahmen einer privaten ethnologischen Studie erhoben. Die v.g.Angaben variieren zum Teil erheblich mit denen im Internet oder in anderen Medien publizierten Mengenangaben.

TARGANIT-Argan-Wildsammlung

Alle Arbeiten rund um das Arganöl sind in Frauenhänden, so auch das sehr aufwendige Aufschlagen der Nüsse mit einem Stein, um an die ölhaltigen Mandeln zu gelangen.


Die Nüsse sind um ein vielfaches härter als z.B.unsere Haselnuss und enthalten bis zu 3 Mandeln.


Es sind rund 10 Stunden Arbeit nötig, um die erforderliche Menge zur Produktion von
1 Liter Arganöl zu erhalten.
TARGANIT-Argan-Nuss-Kombi

TARGANIT-Argan-Aufschlagen-Schale

Die meist in Säcken gelagerten Arganfrüchte werden vor dem Weiterverarbeiten in der Regel noch in der Sonne getrocknet, so dass das Fruchtfleisch schrumpft und sich besser löst Dann wird das mürbe Fruchtfleisch mit einem leicht keilförmigen handflächengrossen Naturtein abgeschlagen.

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TARGANIT-Argan-Aufschlagen

Die vom Fruchtfleisch befreiten Argannüsse werden dann mit dem v.g. Stein aufgeschlagen.Die Argannüsse müssen dazu so gehalten werden, dass auf eine in der Frucht befindliche Kerbe geschlagen werden kann.Je nach Geschick der Frauen können so an einem Tage bis zu gut 3 kg Arganmandeln gewonnen werden.
Danach erfolgt die Säuberung von Schalenrückständen.
Die Arganmandeln werden anschliessend in grossen irdenen Schalen "Afeloune", oder auch in Emailleschüsseln über dem offenen Feuer aus den Schalenabfällen" Irgen", geröstet.Dies ist die Prozedur bei der Herstellung des Speiseöls; bei der Herstellung von Arganöl zu kosmetischen
Zwecken entfällt das Rösten.
 
TARGANIT-Arganrösten
Danach erfogt das Zermahlen der Arganmandeln in der traditionellen Steinmühle der "Azerk".Der bräunlich austretende Brei "Amlou Argan" wird nun unter Zusetzung von ein wenig warmen Wassers vermengt und durch das anhaltende Walgen mit den Händen trennt sich das Öl von den Festanteilen. Es entsteht ein immer noch ca.15% ölhaltiger Presskuchen, "Tazgmoute" genannt. Dieser ist ein hochwertiges Futtermittel und wird zumeist an die Hausziegen verfüttert. Für Kenner ist das Fleisch eine Gaumenfreude!
 
Arganöl ist rotbräunlich, riecht nussig und erinnert im Geschmack an Wallnussöl.Es ist nicht nur sehr aromatisch sondern hat mit ca.220° einen sehr hohen Rauchpunkt.
Es ist so im Vergleich ein hochwertiges, weil temperaturresistentes Öl.Diese Eigenschaften haben in der Zwischenzeit auch europäische Spitzenköche, wie der Deutsche Sternekoch Eckhard Witzigman entdeckt: "Das edle Arganöl ist in der Sterneküche sicher auf dem Niveau von Trüffeln, Kaviar, Austern und Wallnussöl". Mit Arganöl lassen sich Salate verfeinern und es passt hervorragend zu Gebratenem.
Einfach ein paar Tropfen auf das heisse fertige Fleisch oder den Fisch geben.... Es lassen sich auch Zwiebeln mit Arganöl sautieren, was dann als aromatische Basis für weitere Speisen benutzt wird.

Wer seinen Gästen eine schnell zubereitende Gaumenfreude bereiten will, der reiche einen trockenen Rotwein, Schafs- oder Ziegenkäse, sowie ein frisches Baquette. Ein kleines Schälchen mit Arganöl füllen und einfach stippen.......
wie die Berber! lecker!
Auch Nachspeisen lassen sich mit Arganöl zubereiten.Einen Obstsalat aus Orangen, Zitronen, Bananen anrichten, Zimt, Honig und Arganöl hinzufügen Ihrem kulinarischen Genuss steht nichts mehr im Wege!
TARGANIT-Argan-Mahlen
 
TARGANIT-Argan-Walgen
TARGANIT-Argan-Abfuellen

Die Amazigh-Berber des Souss benutzen ihr Arganöl zum Kochen, als Schutz vor der Sonne und zur Behandlung von Sonnenbrand.Auch Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenpflechte und einfache Kopfschuppen werden damit behandelt.Sie wissen, dass es Arteriosklerose vorbeugt, Rheuma lindert und die Haut glättet.

Traditionell wird das Arganöl von den Berbern nur aus den gerösteten Arganmandeln hergestellt. Sie stört dabei nicht der nussige aromatische Geruch der sich z.B.beim Auftragen auf die Haut entfaltet.

Seit dem internationalen Bekanntwerden dieser physiologisch wertvollen Eigenschaften wird auch Arganöl aus den ungerösteten Mandeln hergestellt.
Es ist weitgehend geruchsneutral und eignet sich daher besser zur äusseren Anwendung.

Die marokkanische Biochemie Proffessorin Z.Charrouf konnte
sehr hohe Mengen an Alpha-Tocopherolen nachweisen.
(das am stärksten wirkende Vitamin E / 620 mg/L)
Es wirkt gegen koronale Herzerkrankungen, Alzheimer, Prostatakrebs und Gelenkerkrankungen.Ausserdem werden im Arganöl Quercitine Myricitine nachgewiesen, die fungizid und bakterizid wirken.

Durch umpfangreiche Test an Freiwilligen, haben französischen Kosmetikkonzerne festgestellt, dass Arganöl die s.g.freien Radikale die zur Hautalterung beitragen, bindet.Arganöl vermag so Falten zu glätten und Krähenfüsse zu beseitigen und ist ein hervorrandes Antiagingmittel.

Diese ethnomedizinischen Erkenntnisse wurden auch in Deutschland klinisch nachgewiesen.Bei Versuchsreihen mit Neurodermitispatienten konnte bei den meisten Probanden nach Anwendung von Arganöl eine deutliche Linderung des Juckreizes und der Hautrötungen festgestellt werden.

TARGANIT-kleiner Argan-Nager

auch der kleine Nager mag Argan........

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